Das Thema "Impfungen" möchte ich auch noch kurz aufgreifen. Ich habe für mich entschieden, dass ich dieses so handhabe, wie damals bei meinen Kindern: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Als mehrjährige Mitarbeiterin eines Gesundheitsamtes habe ich sehr oft mit Impfschäden zu tun gehabt, die eindeutig als solche eingestuft wurden. Jedes Serum ist ein Angriff auf das Immunsystem und muß erst einmal verarbeitet werden. Dabei sind es vor allem die "Adjuvantien" (Wirkstoffverstärker), die umstritten sind und oft zu Unverträglichkeiten führen können. Wer sich genauer über dieses Thema informieren möchte, dem kann ich nur die Seite "www.haustierimpfungen.de" empfehlen. Diese Seite ist z. Zt. wegen Überarbeitung leider nicht erreichbar.

 

Nelly hat als junger Hund alle Basis-Impfungen erhalten. Jetzt impfe ich sie ausschließlich alle 3 Jahre gegen Tollwut, wie es der Hersteller empfiehlt. Es gibt auch Impfstoffe, die jährlich geimpft werden sollen, die ich persönlich ablehne. Alle anderen Schutzimpfungen gegen Zwingerhusten, Staupe, Parvovirose usw. lasse ich nicht mehr durchführen, da viele Studien belegen, dass der Schutz der Basis-Impfungen meist lebenslang anhält. Leptospirose-Impfungen, die sowieso maximal nur einen Schutz von 6 Monaten bieten sollen, sind besonders umstritten.

Leptospirose-Impfstoffe sind bakterielle Vollkeim-Impfstoffe. Solche Vakzinen genießen auch in der Humanmedizin keinen guten Ruf. "Vollkeim-Impfstoffe, die inaktivierte Erreger enthalten, sind oft schlecht verträglich und risikoreich. Man sollte dabei auch bedenken, dass es ca. 200 Leptospirenarten gibt, die Impfung aber nur, wenn überhaupt, gegen 2 schützt! 

Generell gilt, dass man mit zig Impfungen in kurzen Abständen besonders junge Hunde gefährdet und dies ihr Immunsystem zerstören kann. Wenn möglich, sollte man auf die meist 5-fachen Kombi-Impfungen verzichten und lieber zu einzelnen Seren greifen, um sie in zeitlich größeren Abständen verabreichen zu können.

Eine Impfung bedeutet auch nicht, dass gleichzeitig der Titer-Wert stets ansteigt und die Konzentration der Antikörper. Ein Gleichstand oder eine Verringerung des Titer-Wertes wurden vereinzelt auch schon nach Impfungen beobachtet. Bei Auslandsreisen mit Hunden muß vorher oft ein ausreichender Impfschutz vorhanden sein, den der vorher ermittelte Titer-Wert angibt. Dazu ist als Folge oft eine erneute Impfung erforderlich.

Über dieses Thema haben sich viele Kritiker schon "die Zähne ausgebissen". Ich habe hier nur meinen persönlichen Standpunkt erläutert, nachdem ich mir sehr viel angelesen habe zu dieser Thematik. Ich sehe dies in keinem Fall als Empfehlung, sondern nur als Denkanstoß. Wie oft jemand seinen Hund impft und wogegen, sollte jeder für sich selbst entscheiden....

Und noch etwas sollte nicht vergessen werden: Die Kosten der Impfungen machen bis zu 40 % der Einnahmen eines Tierarztes aus, ganz zu schweigen von den Summen, die die Pharma-Konzerne verdienen...